Untergrund und Entwässerung bei Terrassenplatten
Ein tragfähiger Untergrund und eine funktionierende Entwässerung sind zentrale Voraussetzungen für eine langlebige Terrassenfläche. Wir nehmen Anfragen für entsprechende Vorbereitungsarbeiten im Kanton Luzern entgegen.
Wichtiger Hinweis: Der Untergrund, das Gefälle, die Entwässerung und bei Balkonen auch der bestehende Aufbau müssen vor der Ausführung durch eine geeignete Fachperson geprüft werden.
Untergrundvorbereitung
Der Untergrund trägt die gesamte Terrassenkonstruktion. Je nach Beschaffenheit des gewachsenen Bodens, der vorhandenen Schichten und der geplanten Nutzung sind unterschiedliche Vorbereitungen nötig.
- Tragfähigkeit: Der Boden muss ausreichend tragfähig sein, um die Last der Platten und der Nutzung aufzunehmen. Bei bindigen oder nicht ausreichend verdichteten Böden kann eine Verbesserung des Untergrunds nötig sein.
- Verdichtung: Eine sorgfältige Verdichtung der Tragschichten kann Setzungen verringern. Die erforderliche Verdichtung hängt vom Boden und der Belastung ab.
- Frostschutz: Eine frostfreie Gründung kann Schäden durch gefrierendes Wasser vermeiden helfen. Die Frosttiefe ist abhängig von der Region und der Bodenart.
Gefälle
Ein ausreichendes Gefälle führt Niederschlagswasser zuverlässig ab. Die erforderliche Neigung hängt von der Plattenart, der Oberflächenstruktur und der Situation vor Ort ab. Das Gefälle sollte immer vom Gebäude weg führen. Bei angrenzenden Bauwerken, Mauern oder Nachbargrundstücken sind die örtlichen Gegebenheiten zu berücksichtigen.
Entwässerung
Das abfliessende Wasser muss gezielt aufgefangen oder versickert werden können. Folgende Aspekte spielen dabei eine Rolle:
- Oberflächenwasserabführung: Das Wasser soll oberflächlich abfliessen können, ohne dass sich Pfützen bilden.
- Gebäudeanschluss: Der Übergang zwischen Terrasse und Hausfassade oder Balkon muss wasserdicht ausgeführt sein. Abdichtungen sind Teil des Gebäudeschutzes und gehören in fachkundige Hände.
- Versickerung: Wenn Wasser im Untergrund versickern soll, muss die Versickerungsfähigkeit des Bodens bekannt sein.
- Bodenabläufe: Falls vorhandene Abläufe integriert werden, müssen deren Lage und Höhe berücksichtigt werden.
Weitere zu prüfende Punkte
- Höhe der Türschwellen: Die neue Terrasse muss mindestens einige Zentimeter unter der Türschwelle bleiben. Bei geringen Höhenverhältnissen kann dies die Aufbaumöglichkeiten einschränken.
- Vorhandene Leitungen: Im Boden können Leitungen (Wasser, Strom, Kommunikation) verlaufen, die bei Aushubarbeiten berücksichtigt werden müssen.
- Setzungsrisiko: Jeder Untergrund kann sich mit der Zeit setzen. Wie stark, hängt von der Bodenart, der Verdichtung und der Belastung ab.
- Frost- und Tauwechsel: In Lagen mit häufigen Frost-Tau-Wechseln ist die Frostsicherheit des Aufbaus besonders wichtig.